| Geschichte |
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Im Herbst 1993 besuchte Ringu Tulku Rinpoche auf Einladung des Buddha Kaya-Projekts e. V. erstmals Deutschland. Er lehrte in Berlin, Hamburg und im Klausurzentrum Halscheid. Von 1995 an besuchte er auf Wunsch S.H. des 16. Karmapa und Khenting Tai Situpa regelmäßig die Zentren der Karma Kagyü Gemeinschaft in Deutschland. In Berlin traf sich zu diesem Zeitpunkt eine kleine Gruppe zu gemeinsamem Studium und Meditationspraxis in privater Umgebung. Rinpoche gab damals der Gruppe den Namen Theksum Tashi Chöling Berlin – der Glück verheißende Ort, an dem die drei Yanas gelehrt werden (TTC-Berlin). Diesen Namen hatte Gyalwa Karmapa auch dem Kagyü-Zentrum in Hamburg gegeben. Das Berliner TTC wurde nun Mitglied der Karma Kagyü Gemeinschaft Deutschland e.V. Als die Teilnehmerzahl der Studien- und Praxisgruppen in Berlin wuchs, stellte sich die Frage nach den eigenen Räumlichkeiten. So wurde im Oktober 1998 ein kleines Gartenhaus in Berlin-Kreuzberg angemietet und 1999 begannen dort die ersten Dharma-Veranstaltungen. Nach ausführlicher Diskussion wurde entschieden, keine Eintrittsgelder mehr zu erheben, sondern die eigenen Veranstaltungen als Dana anzubieten, d.h. auf der freiwilligen Spendenbasis. Im Jahr 2003 wurde ein 1800 Quadratmeter großes Grundstück im Osten Berlins vom Bezirksamt Friedrichshain zu einem symbolischen Preis erworben. Es bietet mehrere denkmalgeschützte Wohngebäude, Pferderemisen und Schuppen, die sich damals in teilweise desolatem Zustand befanden. Um für diesen Schritt den rechtlichen Rahmen zu schaffen, wurde der Verein „Bodhicharya Deutschland“ gegründet. Das TTC-Studien- und Praxiszentrum wurde selbstständig, blieb jedoch weiter ein assoziiertes Mitglied der Karma Kagyü Gemeinschaft Deutschland e.V. Im Jahr 2005 waren die Baumaßnahmen so weit fortgeschritten, dass das TTC-Berlin von Kreuzberg nach Friedrichshain umziehen konnte. Die Wohnräume für Ringu Tulku Rinpoche und die besuchenden Meister und Lamas wurden fertiggestellt. Heute leben hier außerdem vier Mitglieder der Sangha (buddhistischen Gemeinschaft) in sanierten Mietwohnungen. Die dritte neunmonatige Schulung in der buddhistischen Sterbebegleitung des Bodhicharya Ambulanten Hospizes hat im Herbst 2009 begonnen und die ehrenamtliche Bodhicharya Gefangenenhilfe unterstützt drei Gruppen mit Langzeithäftlingen in einer Berliner Haftanstalt. Viele bedeutende tibetische Meister, insbesondere aus der Kagyü- und Nyingma-Tradition, haben bereits das Buddhistische Zentrum besucht, das sich weiterhin zur Rime-Tradition Tibets bekennt. |



