Bau
Phase 2 Phase 3

Lage, Umfeld und Beschreibung des Bauvorhabens

2003

Im Herbst 2003 konnte der Verein mit einer breiten Zustimmung im Bezirk und auf Landesebene das vom Verfall bedrohte und in starkem zur Müllentsorgung benutzte Denkmalensemble in der Kinzigstraße 25-29 vom Land Berlin erwerben. Es wurde vereinbart, die Gebäude schrittweise, mit einem großen Anteil an Eigenleistung seiner Mitglieder, für die o.g. Nutzung wiederherzurichten.

Das Ensemble aus der Vorgründerzeit gilt als eines der ältesten noch erhaltenen Baudenkmale in Berlin-Friedrichshain. Es zeichnet sich durch eine kleinteilige Bebauung aus, die aus mehreren kleinen 1-3-geschossigen und nicht sehr tiefen Baukörpern besteht. Dies erleichtert die Wiederherrichtung des Ensembles in mehreren überschaubaren Abschnitten wie nachfolgend und in dem beiliegenden Bauphasenplan beschrieben.

 

Phase I Bauabschnitte von 2004 bis 2008

2004-07

Im Jahr 2004 hat der Verein in ausschließlicher Eigenleistung seiner Mitglieder das Gelände vollständig aufgeräumt und entmüllt, sowie den Rückbau einsturzgefährdeter Bauteile und eine Sicherung der erhaltenswerten Bausubstanz vorgenommen. Von 2005 bis 2008 konnte er dann mit einem großen Anteil physisch erbrachter Eigenleistung, Spenden seiner Mitglieder sowie einer Zuwendung des Landesdenkmalamtes und zwei größerer buddhistischer Stiftungen schrittweise je einen Bauabschnitt pro Jahr wiederherrichten. Bis zum Herbst 2008 ist so ca. 1/3 der Liegenschaft wiederhergerichtet und in Nutzung genommen worden.
Die Sanierungsarbeit des Vereins wurde vom Landesdenkmalamt als vorbildlich gelobt und ist zum Tag des Offenen Denkmales 2009 mit Veröffentlichung eines vom Landesdenkmalamt herausgegebenen Flyers beworben worden.

So entstanden von 2005 bis 2008 die folgenden Räumlichkeiten:

Gästewohnhaus mit 7 kleinen Wohneinheiten für Dozenten und Mitarbeiter
• Räume für die Beratungsangebote und Koordination des Ambulanten Hospizdienstes
Ein Shop mit buddhistischer Literatur und Ritualgegenständen
• Räume für das zukünftige Kiezcafe, vorläufig genutzt als Meditations- und Veranstaltungsraum
• Ein weiterer Meditationsraum mit ca. 40m2
• Räume für die Verwaltung des Zentrums und ein Baubüro

rauume

 

Phase II Bauabschnitte: Buddhistischer Tempel und Konferenzgebäude: Erweiterung und Neubau der zentralen Veranstaltungsräume

Tempel_anfang

Phase IIa Rohbau von 2008-2009

2009_Rohbau

Basierend auf den Finanzierungszusagen zweier großer Stiftungen aus dem buddhistischen Umfeld hat der Verein im Sommer 2008 mit der Planung und der Realisierung des Neubaus des Tempel- und Konferenzgebäudes mit Nebenräumen im Zentrum der Anlage begonnen und bis Ende August 2009 den Rohbau und die Hülle errichtet. Dieser Meilenstein wurde am 22.08.2009 unter großer öffentliche Anteilnahme mit zahlreichen kulturellen Beiträgen gefeiert.

 

Phase IIb Innenausbau, vorgesehen von 2010

Innenausbau

 

Nutzungsbereiche

Nach der Wiederherrichtung und Erweiterung ergeben sich folgende Nutzungsbereiche:

1 großer Schreinraum
mit 184m2 für Studium,Kurse, Meditation, Hospizschulung
1 Bibliothek mit 110m2 für Studium, kostenlose Ausleihe
1 Konferenzraum mit 60m2 für Vereinsaktivitäten
3 Seminarräume
mit 1 x 60m2 und 2 x 40m2 
 für Yoga, Seminare

und andere Angebote, wie z.B. zur Gesundheitsprävention
1 Lounge
für Gäste mit Teeküche für Gäste
1 Vereinsbüro für die Verwaltung
sowie Neben- und Funktionsbereiche

Der Innenausbau des Tempels ist unter baubiologischen und energiesparenden Kriterien konzipiert. Zu der nachhaltigen Planung gehört auch, dass durch eine geschickte Anordnung der Räume und das einfache Öffnen und Schliessen von Schiebefenstern und Türen Raumeinheiten in variablen Größen entstehen, die sowohl unabhängig voneinander, als auch zusammenhängend genutzt werden können und so Raum für Veranstaltungen jeder Größe bieten, darunter eine Bibliothek, Seminar- und Aufenthaltsräume. Die großen Veranstaltungsräume sollen mit moderner Medientechnik ausgestattet werden. Das gesamte 1. OG ist behindertengerecht erschlossen. Aus Kostengründen erfolgt die Grundenergieversorgung mit Gas. In den großen Veranstaltungsräumen werden die Transmissionswärmeverluste über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung reduziert und die Brauchwassererwärmung mit einer thermischen Solaranlage unterstützt. Die Planung liegt vollständig vor. Mit der Ausführung könnte umgehend begonnen werden.

3dTempel

 

 

Phase III Ehemaliges Kutscherhaus und Remise

RemiseK25

Im hinteren Bereich des Ensembles befinden sich historische Bauten, in denen nach dem Innenausbau der Hälfte eines alten Kutscherhauses und der Wiederherrichtung einer alten Remise als letzter Bauabschnitt die Schaffung von Wohnräumen für praktizierende Buddhisten, Dozenten und einen Hausmeister vorgesehen sind. Dieser Bereich ist nicht Bestandteil dieses Antrages. Die Hülle und der Rohbau wurden bisher mit großzügiger Unterstützung des Landesdenkmalamtes und Eigenmitteln aus privaten Spenden realisiert. Da die buddhistischen Stiftungen nun ausfallen, ist auch hier aktuell der Innenausbau und bei der Remise die Wiederherrichtung als letzter Bauabschnitt offen. Allerdings ist die Wirksamkeit der Investitionen in Phase II und die nachhaltige Aufnahme der Nutzung der zentralen Veransstaltungsräume hierdurch nicht gefährdet. Die Fertigstellung der Altbausanierung (Phase III) kann ohne allzu großen Zeitdruck umgesetzt werden, sobald der Verein die entsprechenden Mittel und Unterstützung auftreiben kann.

Fotografen: Alexander Puell, Harald Schwericke, Francois Henrard, Seseg Zhigzhitova, Inka Drohn

3D Model Neubau Tempel : Seseg Zhigzhitova mit Cinema 4D

 



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