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Programm

Event 

Einführung in die Thangka-Malerei
Titel:
Einführung in die Thangka-Malerei
Datum:
14. May - 16. May 
Wer:
Marian van der Horst - Nijmegen
Category:
Gastveranstaltung

Beschreibung

VajrasattvaA4

Gastveranstaltung von Tibethaus Berlin

Einführung in die Thangka- Malerei mit Marian van der Horst

Kurs für AnfängerInnen und Fortgeschrittene.

Die erfahrene Thangka-Malerin Marian van der Horst vertieft die Grundlagen der tibetischen religiösen Malerei, die sich an die überlieferten Traditionen Indiens und Tibets orientiert und einen meditativen Charakter hat. Der Kurs ist auch für Anfänger mit allgemeinen zeichnerischen Kenntnissen geeignet. Hausaufgaben sind Teil des Unterrichts. Wir zeichnen u. a. das vollkommene Haupt und den Körper des Buddha Shakyamuni. Wer bereits am ersten Kurs im Jahre 2009 in Berlin teilgenommen hat, erhält neue Aufgaben und zusätzliche Instruktionen. Das kontemplative Zeichnen wird ergänzt durch angeleitete Visualisationen in der Meditation. Dies ist eine seltene Gelegenheit von einer sehr erfahrenen westlichenThangka- Lehrerin zu lernen und langfristig mit ihr zusammen zu arbeiten.

Marian van der Horst über die Thangka- Kunst Tibets:

„Das Phänomen `Thangka` ist im Westen recht bekannt geworden und wird wegen seiner Schönheit, Beweglichkeit und tiefgehenden Symbolik sowohl von buddhistisch Praktizierenden wie auch Nicht- Buddhisten bewundert.

Ein Thangka ist ein „Rollbild“, das auf Textil gemalt wird und nach Fertigstellung leicht und flexibel zu transportieren ist. Das Thangka enthält eine profunde Botschaft und vermittelt Kenntnisse auf unterschied-lichen Ebenen: Einige Menschen erhalten rein visuelle Informationen und schätzen zum Beispiel die große Perfektion in der geometrischen Anordnung. Aber sobald wir mehr über die Meditationsaspekte im tantrischen Buddhismus Tibets erfahren, kann das Thangka leicht zum Objekt der Meditation werden. Wenn wir schließlich in die komplexe Symbolik der Gestaltung eingeführt sind, wird diese zum Mittel für das tiefe Verstehen des eigenen Geistes. Deshalb ist das genaue Zeichnen und Malen einer Thangka so wunderbar und speziell. Wir treten in Kontakt mit dem Geist des Buddha und dem vielfachen Ausdruck seiner erwachten Qualitäten.

Durch die einsgerichete Übung und die tiefe Konzentration wird das Zeichnen und Malen zu einer kontemplativen Aktivität und zur Praxis von Meditation. Jede Gestalt im Thangka basiert auf der Kombination von horizontalen und vertikalen Linien und Rastern, die traditionell festgelegt sind. Mithilfe von nur wenigen exakten Grundlinien entsteht die Grundlage für die vollkommenen Proportionen des Körpers eines Buddha. So wird es für jede(n) möglich schon einmal das Haupt des Buddha zu zeichnen. Das Thangka- Malen beginnt erst später und nach dem ausführlichen Studium und der intensiven Übung".

Marian van der Horst kommt aus Holland und lehrt in Gelek Rinpoches Zentrum Jewel Heart in Njimwegen. Sie hat im Jahre 1985 begonnen die traditionelle Thangka- Malkunst vom verstorbenen Karma Gadri- Meister Gega Lama zu lernen und unterrichtet seit vielen Jahren in mehreren europäischen Ländern. Auf sehr einfühlsame und kompetente Weise verbindet sie das das kontemplative Zeichnen und Malen mit der Visualisation und Meditation im tantrischen Buddhismus aus Tibet.

Für den Kurs brauchen wir:
- A3- Malpapier,
- 2 Bleistifte HB und 2H,
- Radiergummi,
- ein Maldreieck und
- ein Zirkel
- ein Schreibbuch
Es ist zu empfehlen ein Schreibbuch mitzubringen, weil es viel Information über den Symbolismus geben wird. Der Zeichenkurs wird auch Meditationsübungen beinhalten.

Zeiten: Fr. 14. - So. 16. Mai
Fr. 19 Uhr / Sa. 10 - 17 Uhr / So. 10 - 15 Uhr

Kursteilnahmegebühren: 65 Euro / erm. 50 Euro

Informationen: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it
Die schriftliche Anmeldung ist erforderlich: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it


Über die Geschichte der Thangka- Kunst:

Das Thangka-Malen ist eine alte tibetisch-buddhistische Kunstform, die in Tibet seit mehr als 1000 Jahren praktiziert wird. Thangka ist das tibetische Wort für Malen. In den sakralen Bildern wird die Vielzahl der tantrischen Meditationsgottheiten und großen Meister, wie z. B. der historische Buddha Shakyamuni, abgebildet. Die Bilder inspirieren aufgrund der Schönheit und vollkommenen Symmetrie. Sie dienen hauptsächlich der visuellen Unterstützung in der Praxis der Meditation.

Der Ursprung der Thangka- Malerei geht auf den Buddha Shakyamuni zurück, der vor etwa 2600 Jahren in Indien gelebt hat. Er lehrte das Dharma an eine große Anzahl von Menschen, wozu auch Künstler gehörten, die er unterrichtet und inspiriert haben soll. Schon zu Lebzeiten hat sich das Buddha Dharma in Indien und den benachbarten Ländern ausgebreitet. Es ist im frühen 7. Jahrhundert u. Z. nach Tibet gelangt. Um den Buddhismus in Tibet zu etablieren hat der tibetische König Songtsen Gampo die chinesische Prinzessin Kongdscho geheiratet, die die ersten buddhistischen Schriften, Skulpturen und Malereien nach Tibet gebracht hat. Mit ihr kamen auch Künstler, die den eigenen Malstil eingeführt haben. So wird die frühe Zeit der tibetischen Thangka- Malerei als alter Gadri- Stil bezeichnet.

Ein weiterer Malstil wurde im 9. Jahrhundert u. Z. aus Nepal eingeführt. Er trägt den Namen Menri. Das sind die beiden wichtigsten Thangka- Traditionen, die verschiedene Schulen hervorgebracht haben. Das Gadri ist hauptsächlich im Osten Tibets (Kham) zu finden und das Menri in Zentral- und Westtibet. Im Jahre 1500 erlebte der Gadri- Stil eine Renaissance durch den Einfluss des Malers Namka Tashi, der mit dem großen Heiligen Mikyö Dorje, dem 8. Karmapa, verbunden war.

Weitere wichtige Einflüsse stammen von den Künstlern Chö Tashi und Kasho Karma Tashi. Diese drei Künstler, die gleichzeitig auch Praktizierende waren, haben den so genannten Karma Gadri Stil der tibetischen Thangka- Malerei begründet, der bis zum heutigen Tage lebendig ist.


www.thangka-marianvdhorst.com
www.tibetan-thangkas.co.uk




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