Karma Kagyu PDF Drucken E-Mail
Ngondro-Refuge-tree

Bodhicharya Berlin gehört der Kagyü- Überlieferung des tibetischen Buddhismus an, deren Lehren vor etwa 900 Jahren vom großen tibetischen Übersetzer Marpa zum ersten Male nach Tibet gebracht wurden.

Marpa war der spirituelle Nachfolger der großen buddhistischen Heiligen Tilopa, Naropa und Maitripa, deren Instruktionen und Unterweisungen die Zusammenfassung aus den Übertragungslinien von über einhundert der damaligen wichtigsten zeitgenössischen Vajrayana-Meister Indiens bildet. Diese Lehren wurden an den großen Yogi Milarepa übertragen, der sie an Gampopa weiterreichte. Gampopa überlieferte sie seinem Meisterschüler Düsum Khyenpa, dem ersten Gyalwa Karmapa. Die Tradition wurde in ununterbrochener Reihenfolge ab dem 14. Jahrhundert von den einzelnen Inkarnationen der Karmapas fortgeführt und wird zur Zeit von Seiner Heiligkeit, dem 17. Gyalwa Karmapa, Orgyen Drodul Trinley Dorje, gehalten.

Die Kagyü-Überlieferung ist als „Praxislinie“ bekannt, da sie ihren Schwerpunkt auf die praktische Anwendung der buddhistischen Lehren im Zusammenhang mit den profunden Mahamudra-Unterweisungen legt. Die Mahamudra- Meditation zielt im Wesentlichen auf die Schärfung von innerem Gewahrsein, die Zunahme von emotionaler Stabilität und auf die Vertiefung des eigenen Lebens und das der Anderen.

Durch die Unterstützung eines geschickten und erfahrenen Meisters und durch eine schrittweise Vorangehensweise kann diese Übungsform von allen Menschen und in jeder Lebenslage angewandt werden. Mahamudra ist besonders bedeutsam als wirksame Methode zur Bewältigung des stressvollen, modernen Lebensstils.

Auf dem Bild: Karma Kagyu Lineage Tree, gemalt von R.D. Salga, einem Brüder von Ringu Tulku Rinpoche.

 



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